Es gibt viele unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen auszugestalten ist und welche Rolle es spielen soll. Die im Folgenden angezeigte Literaturliste und die verlinkten Texte zeigen einen Ausschnitt aus der Vielfalt der Perspektiven, die sich teilweise ergänzen und teilweise widersprechen.

„Kurzer Abriss der deutschen Geschichte 2022-2050.
Wie das bedingungslose Grundeinkommen unser Leben und unsere Gesellschaft verändert hat.“

Daniel Weißbrodt, Engelsdorfer Verlag | 2019

Vor zwei Jahrzehnten, am 1. Januar 2032, hat in Deutschland mit der Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens die bedeutendste Erneuerung des Sozialstaats seit 150 Jahren ihren Anfang genommen. Der Kurze Abriss der deutschen Geschichte 2022-2050 bietet nun erstmals in einer Gesamtdarstellung einen anschaulichen und lebendigen Überblick über die dramatischen Jahre des Umbruchs. Ausgehend von den zwanziger Jahren, dem Jahrzehnt der Katastrophen, und den 28er Unruhen über die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens im Jahr 2032, das als »das wunderbare Jahr der Freiheit« in unser kollektives Gedächtnis Eingang gefunden hat, werden die ereignisreichen Jahrzehnte und der ökonomische, der ökologische und der kulturelle Wandel, der unser Leben und unser Land seitdem grundlegend und tiefgreifend verändert hat, hier zum ersten Mal detailliert analysiert und beschrieben.
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„Utopien für Realisten. Die Zeit ist reif für die 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das bedingungslose Grundeinkommen.“
Rutger Bregman. Rowohlt | 2019

Der niederländische Vordenker Rutger Bregman sagt: «Das wahre Problem unserer Zeit ist nicht, dass es uns nicht gut ginge oder dass es uns in Zukunft schlechter gehen könnte. Das wahre Problem ist, dass wir uns nichts Besseres vorstellen können.» Wir müssen es wagen, das Unmögliche zu denken, denn nur so finden wir Lösungen für die Probleme unserer Zeit. Bregman macht deutlich, warum das bedingungslose Grundeinkommen eine echte Option ist und inwiefern die 15-Stunden-Woche eine Antwort auf die Digitalisierung der Arbeit sein kann. «Alternativlos» ist für Bregman keine Option, sogar die Armut kann abgeschafft werden, wie er am Beispiel einer kanadischen Stadt zeigt. Bregmans Visionen sind inspirierend, seine Energie ist mitreißend; er zeigt: Utopien können schneller Realität werden, als wir denken.
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„Was würdest du tun? Wie uns das Bedingungslose Grundeinkommen verändert.“
Michael Bohmeyer, Claudia Cornelsen | Econ, 2019

2014 begann Michael Bohmeyer ein Gesellschaftsexperiment: Per Crowdfunding sammelte er 12.000 Euro, die er gleich wieder verloste – ein Jahr lang 1.000 Euro im Monat, bedingungslos. Der Verein »Mein Grundeinkommen« entstand. Inzwischen haben über 250 Menschen ein solches Grundeinkommen gewonnen.
Michael Bohmeyer und Claudia Cornelsen zeigen, wie sich das Leben der Gewinner verändert hat. Das Grundeinkommen entfesselt Kräfte und Fähigkeiten, um den neuen Herausforderungen der Gesellschaft und Arbeitswelt gewachsen zu sein. Ein Bericht aus einem der spannendsten Soziallabore der Welt.

„Steuern – große Illusion… oder der Kampf um die Steuerhoheit.
Ein Plädoyer für das Bedingungslose Grundeinkommen“
Wolfgang Heimann, Hartmut Keller | Lohengrin Verlag, 2018

In klaren und einfachen Worten, begleitet durch ebenso klare Grafiken, erläutern Heimann und Keller die Fehler in unserem Steuersystem, wie diese zu verändern wären und wie man damit ein Bedingungsloses Grundeinkommen finanzieren kann.
Hier wird nicht nur unser Steuersystem wirklich verständlich erklärt, sondern es erschließt sich auch, wie das Bedingungslose Grundeinkommen eingebettet werden kann.
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„Sicheres Grundeinkommen für alle. Wunschtraum oder realistische Perspektive?“
Eva Douma | Cividale Verlag, 2018

Das Thema Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) wird mittlerweile von vielen diskutiert. Doch wie könnte eine Umsetzung im deutschen Sozialsystem aussehen? Welche Parameter, welche Einstellungen und Werte könnten – ja, müssten sich ändern?
Eva Douma zeigt in ihrem neuen Buch, dass das BGE durchaus eine weiterführende Perspektive für das deutsche Sozialsystem sein könnte.

„Kleines ABC des bedingungslosen Grundeinkommens“
Netzwerk Grundeinkommen (Hrsg.)
AGSPAK Bücher, Neu-Ulm, Aktualisierte Neuauflage 2012

Hier finden sich auf gut 50 Seiten Fragen und Antworten zum Grundeinkommen, aber auch ein kurzer Abriss der Geschichte der Grundeinkommensidee und nützliche Hinweise auf ausgewählte Organisationen, Filme und ergänzende Literatur zum Grundeinkommen. Zum Einstieg in das Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ein sehr nützlicher Begleiter.


„Was fehlt, wenn alles da ist?“
Warum das bedingungslose Grundeinkommen die richtigen Fragen stellt
Daniel Häni, Philip Kovce | Orell Füssli Verlag, 2015

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre? Was würden Sie tun, wenn Sie tun könnten, was Sie wirklich wollen? Wofür stehen Sie morgens auf ? Was trauen Sie sich zu und was den anderen?
Die Schweiz war das erste Land, das über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens abgestimmt hat. Sozialisten und Kapitalisten, Liberale und Konservative, Unternehmer und Gewerkschafter bekämpften den Vorschlag – und begeisterten sich für ihn. Der Grund dafür: Das bedingungslose Grundeinkommen lässt uns die richtigen Fragen stellen. Ein provokativer Essay der Initiatoren der Schweizer Volksabstimmung 2016.
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„Solidarisches Bürgergeld. Den Menschen trauen“
Dieter Althaus und Hermann Binkert (Hrsg.)
Books on demand, 2. Auflage 2010

Nach Jahren intensiver Diskussion kommt ein weiterentwickeltes Konzept des Solidarischen Bürgergeldes auf die Tagesordnung. Es beinhaltet eine große Steuerreform mit einer einheitlichen solidarischen Einkommensteuer, ein bedingungsloses Grundeinkommen, eine steuerfinanzierte Gesundheitsprämie, eine Alterssicherung, die mit der Grundrente sowie der Zusatz- und der Elternrente wirklich wieder Alterslohn für Lebensleistung ist.
Das Institut für neue soziale Antworten (INSA) weist nach, dass dieses bedingungslose Grundeinkommen den Wertgrundlagen der modernen Gesellschaft entspricht, dass es verfassungskonform umgesetzt werden kann und dass es finanzierbar ist.
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„Ein Grundeinkommen für alle? Geschichte und Zukunft eines radikalen Vorschlags“
Yannick Vanderborght, Philippe van Parijs | Campus, 2005

Das Buch bietet eine Darstellung der Geschichte von Grundeinkommensideen, die sich trotz einiger Verkürzungen und Ungenauigkeiten gut eignet, einen Überblick zu verschaffen. Nach dem historischen Abriss liefern die Autoren einen systematischen Einstieg in das Thema, kategorisieren verschiedene Ansätze und stellen einschlägige Debatten in einer internationalen Perspektive dar.
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„1.000 Euro für jeden“
Freiheit. Gleichheit. Grundeinkommen
Götz W. Werner, Adrienne Goehler | Ullstein-Bücher , 2011

Götz Werner und Adrienne Goehler zeigen, wie das Bedingungslose Grundeinkommen in die Praxis umgesetzt werden kann und wie es den Traum der Französischen Revolution von einer solidarischen Gesellschaft einlöst.

„MINIMEX – das Zukunftsmodell einer sozialen Gesellschaft“
Horst W. Opaschowski | Gütersloher Verlagshaus, 2007

Horst Opaschowski, emeritierter Professor der Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg und wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen stellt seinem Buch mit gut 260 Seiten ein Zitat des französischen Romanciers Victor Hugo (1802-1885) voran: „Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Opaschowski nähert sich dem Thema Grundeinkommen auf der Basis sozialwissenschaftlicher Erhebungen, die den Schluss zulassen, dass auch unter den Bedingungen eines Grundeinkommens nicht weniger gearbeitet würde. Zur Vermeidung von Missverständnissen plädiert Opaschowski für einen präziseren Begriff, wie er meint, und tritt für den Begriff „Existenzgeld“, treffender „Minimales Existenzgeld“ oder kurz „Minimex“ ein. Zu empfehlen für Fortgeschrittene.


„Arbeit zwischen Misere und Utopie“
André Gorz | Suhrkamp, 1999

Der französische Sozialtheoretiker André Gorz (1923-2007), ein Weggefährte Jean-Paul Sartres, plädiert aus einer – allerdings unorthodox – marxistischen Perspektive für ein bedingungslos garantiertes Grundeinkommen. Die steigende Arbeitsproduktivität mache immer mehr Lohnarbeit entbehrlich. In den gegenwärtigen auf Erwerbsarbeit beruhenden Gesellschaften bestehe die Reaktion auf diese Herausforderung meist in einer Prekarisierung der noch vorhandenen Arbeitsplätze etwa durch Reallohnkürzung, Scheinselbständigkeit, Befristung der Arbeitsverhältnisse oder Leih- und Teilzeitarbeit. Zugleich eröffne die Entwicklung aber auch die Perspektive, mit der Verkürzung der gesamtgesellschaftlich noch nötigen Lohnarbeit und vor allem einem existenzsichernden Grundeinkommen für alle Gemeinwesen zu schaffen, in denen die Menschen die Zeit und die Muße haben, sich vielfältig zu engagieren, anstatt auf ihre Rolle als Lohnempfänger festgelegt zu sein. Ein Buch für Menschen, die sich mit der Idee des Grundeinkommens auseinandersetzen und sich zugleich mit den grundlegenden Veränderungen unserer Arbeitswelt befassen möchten.


„Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie“
Ulrike Guérot | Verlag J.H.W. Dietz, 2016

Es ist Zeit, Europa neu zu denken.
Dieser Text ist ein utopisches Experiment. Res publica bedeutet Gemeinwohl – daran fehlt es in der EU heute am meisten. Die Idee der Republik ist von Aristoteles bis Kant das normale Verfassungsprinzip für politische Gemeinwesen. Wenden wir es doch einmal auf Europa an. Bauen wir Europa neu, damit sich die Geschichte der Nationalismen nicht wiederholt. Damit Europa in der Welt von morgen nicht untergeht, sondern zur Avantgarde auf dem Weg in eine Weltbürgerunion wird.

Kollektiv Charles Fourier
Das allgemeine Grundeinkommen

Ronald Blaschke
Oikos und Grundeinkommen. Ansprüche an Transformation und Emanzipation [.pdf]

Ralf Dahrendorf
Ein garantiertes Mindesteinkommen als konstitutionelles Anrecht

Milton Friedman
Kapitalismus und Freiheit. Kapitel 12: Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut

André Gorz
Seid realistisch – verlangt das Unmögliche

Wolf Lotter
Der Lohn der Angst

Antje Schrupp u.a.
Sinnvolles Zusammenleben im ausgehenden Patriarchat. Argumente für ein leistungsunabhängiges Grundeinkommen und weitere Gedanken zum Thema Geld, Arbeit und Sinn

Theophil Wonneberger
24 Thesen zum bedingungslosen Grundeinkommen [.pdf]

Thomas Spence
The Rights of Infants
Die wohl früheste Veröffentlichung der Idee dessen, was wir heute als bedingungsloses Grundeinkommen bezeichnen. Diese zugleich ernsthafte und witzige Streitschrift gegen die Privilegien des Adels aus dem Jahr 1796 ist leider nicht auf Deutsch verfügbar, sei aber allen Leser_innen mit fortgeschrittenen Englischkenntnissen wärmstens ans Herz gelegt…

Viele weitere Texte rund um das bedingungslose Grundeinkommen finden Sie hier:
www.archiv-grundeinkommen.de

Die umfangreichste Liste deutschsprachiger Literatur (ca. 600 Titel!) zum Thema Bedingungsloses Grundeinkommen gibt es übrigens hier:
www.grundeinkommen.de/grundeinkommen/literatur


Hier geht es weiter -> Weblinks

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