Workshop2

Samstag, 8. März 2014, 11.00 – 17:00 Uhr, Rudolf Steiner Haus

“Finanzkrise und Bedingungsloses Grundeinkommen: Chance für einen gesünderen Umgang mit Geld?

Mit Prof. Dr. Joseph HUBER, Vorstandsmitglied der MONETATIVE, Berlin / Kathrin Latsch, Diplom-Psychologin und Journalistin, Alternative Geldsysteme, Hamburg / Prof. Dr. Otto Lüdemann, Erz. Wiss. und Wolfgang Heimann, Unternehmer, beide Hamburger Netzwerk Grundeinkommen

Wir sprechen über öffentlich kontrollierte Geldschöpfung, Komplementärwährungen, Konsumsteuer und was das alles mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen zu tun haben könnte. Nach den Impulsreferaten der Referentin und Referenten tauschen sich alle Teilnehmenden in einem World Café über wesentliche Schlüsselfragen aus. Das Plenum zum Schluss bietet Gelegenheit, die gewonnenen Erkenntnisse und weiterführende Fragen miteinander zu teilen.

Eintritt: 15 €  | ermäßigt 8 € ; optional: Mittagsbuffet ohne Getränke  8 €

Wir bitten um Anmeldung bis zum Donnerstag, 6. März, mit verbindlicher Angabe, ob Sie am Mittagsbuffet für 8 € teilnehmen:
E-Mail: info@rudolf-steiner-haus.de, Tel. 040-41 33 16-30 oder 41 33 16-0
Eine spontane Teilnahme ist immer möglich, jedoch evtl. ohne Buffet.

Materialien zum Thema

zur Diskussion

 

 JosephHuber
Prof. Dr. Josef HUBER

Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Umweltsoziologie von 1992 bis 2012; 1992–1995 auch Direktor des Universitätszentrums für Umweltwissenschaften. Zuvor verschiedene Fellowships und Gastprofessuren im In- und Ausland. Forschung u.a. in den Bereichen:
- Giralgeldsystem und Vollgeld,
- Monetative
- Ökologische Modernisierung und technologische Umweltinnovationen
- Lebenszyklusanalyse und evolutive Dynamik moderner Gesellschaften
 KathrinLatsch Kathrin LATSCH
Kathrin Latsch ist Diplom-Psychologin, Journalistin und seit 1990 freie Autorin für Reportagen, Fernsehberichte und Dokumentationen unter anderem für ARTE und das NDR-Fernsehen. Zudem moderiert sie bei Veranstaltungen hauptsächlich zu den Themenbereichen: Wissenschaft, Bildung, Umwelt und nachhaltige Finanzwirtschaft. Seit der Finanzkrise 2008 arbeitet sie mit Margrit Kennedy und einem Netzwerk von Experten zusammen, die neue Geldsysteme und Gemeinschaftswährungen erforschen, entwickeln und fördern.
 OttoLüdemann Prof. Dr. Otto LÜDEMANN
Jahrgang 1941, Studium zunächst der Sprach- und Literaturwissenschaft in Deutschland, danach der Erziehungswissenschaften in Frankreich. 1978: Docteur en Sciences de l’Education.
1982 – 2006: Professur für Erziehungswissenschaft an der HAW Hamburg, Departement Soziale Arbeit. Handlungsforschungs-Projekte als Inhaber des Europa-Lehrstuhls Jean Monnet für Interkulturelle Studien. 1990 – bis heute: Engagement im Rahmen der Internationalen Erich Fromm-Gesellschaft, insbesondere für das Bedingungslose Grundeinkommen auch im Rahmen des Hamburger Netzwerkes Grundeinkommen
 WolfgangHeimann
Wolfgang HEIMANN
Jahrgang 1960, 4 Kinder
, lebt in Ahrensburg
, ist  gelernter Gärtner und Heilerzieher,
 Unternehmer im Bereich Garten und Landschaftsgestaltung 
und widmet sich vielen Jahren der freien Zukunftsforschung. Aktivitäten:
- Seit 1985 persönliches Studium philosophischer, sozialwissenschaftlicher, wirtschaftswissenschaftlicher und menschenkundlicher Schriften.
- Seit 2005 Informationsveranstaltungen zum Bedingungslosen Grundeinkommen
- 2007 Gründung des Hamburger Netzwerkes Grundeinkommen
- 2010 Ausarbeitung und Vorträge zur Finanzierungsfrage eines bedingungslosen Grundeinkom
mens

 

Materialien zum Thema

Manifest: Grundeinkommen und wertbeständiges Geld
Schulden- und Bürokratiefalle Steuersystem (Textfassung)

5 Kommentare zu “Workshop2

  1. Gesunder Umgang mit Geld? Ist Geld nicht grundsätzlich ungesund oder geht es doch anders?

  2. also – Margret Kennedy ist doch leider gestorben . Wie funktioniert da denn die Zusammenarbeit ? Mit oder ohne Medium ? lächel .. und auch auf dieser Veranstaltung … gibt es den internationalen Frauentagnun – oder etwa nicht ?

  3. Nun hat die Konsumsteuergilde in Hamburg auch noch das Vollgeld entdeckt.
    An sich steht die Lösung schon seit 50 Jahren bei Friedman in Kap. 3 und Kap. 12 von “Kapitalismus und Freiheit”.

    1. Monetative ist an sich ein Staatliches Geldmonopol mit der Stellung als 4. Gewalt im Staate und hat die Aufgabe, die Geldmenge zur Gütermenge zu steuern nach der Fischer-Formel

    (1) Geldumlauf * Geldmenge = Preisniveau * Gütermenge

    2. Das mächtigste Instrument ist dabei das Grundeinkommen als

    (2) Familienausgleich =
    (Einkommen – Familienköpfe * Prokopfeinkommen) / Preisniveau

    mit Preisniveau = Prokopfeinkommen / Grundeinkommen .

    Über alle Einwohner und damit alle Einkommen ist der Familienausgleich 0. Grundeinkommen als Nullsumme kostet volkswirtschaftlich gar nichts und finanziert sich somit von selbst.

    3. Setzt man Preisniveau = 2 und Geldumlauf = 2, dann entspricht die Geldmenge der Gütermenge, gleichzeitig ist der Steuersatz = 1 / Preisniveau = 0,5 bzw. 50 %. Er schließt die Schere zwischen Arbeit und Gewinn (Kapital).

    4. Da die Güter des Grundeinkommens unmittelbar von den Bürgern verspeist werden, “verbrennt” Geldumlauf (2) auch die zugehörige Geldmenge, die so nicht mehr in den Finanzmarkt gelangen kann, und dafür wieder neu als Grundeinkommen verteilt wird und dem Realmarkt wieder zur Verfügung steht.

    5. Man kann also mit einem zinslosen Kredit bGE am Monatsanfang an jeden Bürger, der am Monatsende von allen Bürgern kollektiv im Familienausgleich (2) getilgt wird, ein ganzes Volk ernähren in jedem Wirtschafts- und Geldsystem.
    Die benötigte Geldmenge 80,8 Mio * 1000 € = 80,8 Mrd. € ist jeden Monat die selbe, also im Jahr ist 80,8 * 12 nicht 970, sondern bleibt 80,8 Mrd. nur.

    6. Und wenn man nun einen Banker frägt, welche Sicherheit er will, Volkseinkommen oder Volkskonsum, er wird die Einkommen nehmen, das ist die inländische Wertschöpfung, nicht den Konsum mit ausländischer Wertschöpfung.

    Fazit :
    1. Monetative braucht KEIN Vollgeld.
    2. bGE braucht KEINE Konsumsteuer.

    Was gibt es da noch zu erarbeiten ?

  4. Aus dem Zahlungsmittel Geld ist eine Droge geworden! Die entsprechenden Auswirkungen auf die Gesellschaft sind zu untersuchen. Folgen können unter anderem das Strafbarmachen des Inverkehrbringens größerer Mengen und die Begrenzung der Menge des persönlichen Gebrauchs sein! Der ebenfalls unbegrenzten staatlichen Teilhabe durch hemmungslose Besteuerung sind zukünftig die Steuerungselemente einer Begrenzung dieses Drogen-Konsums zu verleihen.
    Diese wichtige Definition lege ich unseren jungen Generationen in die Hände!

  5. @MiltonbGE

    Da hätte ich mal ne Frage: wie gelangt der rotierende Betrag von 80,8 Mrd. zurück zur Monetative? Wie erfolgt diese Tilgung?

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