Bedingungsloses Grundeinkommen

Worte der Gegner

"Ein Grundeinkommen halte ich für moralisch verwerflich. Der Staat würde sich freikaufen von seiner Verantwortung, sich um die Arbeitslosen zu kümmern."

Detlev Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit

Quelle: tagesspiegel.de, 07.05.2017  

 


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Darf’s ein bisschen mehr sein?
Frauen auf dem gewandelten Arbeitsmarkt

Eine Vortragsreihe (14.10. – 25.11. 2012) in Kooperation mit dem Museum der Arbeit und der Friedrich-Ebert-Stiftung. Unter der Schirmherrschaft von Jana Schiedek, Senatorin für Justiz und Gleichstellung.

Trotz Finanzkrise gilt Deutschland, was den Arbeitsmarkt angeht, als Musterknabe innerhalb Europas. Wir stellen uns die Frage, wie die Situation von Frauen auf dem gegenwärtigen Arbeitsmarkt und bei den Sozialleistungen aussieht. Ist alles so rosig, wie es auf den ersten Blick scheint?
In den letzten Jahren hat sich viel getan – Agenda 2010, die Hartz-Reformen, Ich-AGs und Minijobs prägen das Bild. Auch nach über 100 Jahren Kampf um Gleichbehandlung bekommen Frauen in Deutschland 23% weniger Lohn als Männer für vergleichbare Arbeiten. Sie sind überdurch-schnittlich in Minijobs zu finden und beziehen weit häufiger die so genannten Hartz-IV-Leistungen – mit fatalen Folgen z.B. für die Altersversorgung.

Wir laden ein, sich mit uns ein differenziertes Bild vom Wandel der Arbeitsbedingungen für Frauen, den Auswirkungen prekärer Beschäftigung und den Chancen und Risiken eines bedingungslosen Grundeinkommens zu machen.



Sonntag 14.10., 15:30 Uhr, Museum der Arbeit, Hamburg
WANDEL DER ARBEIT
ZUR DERZEITIGEN ARBEITSSITUATION FÜR FRAUEN UND MÄNNER IN DEUTSCHLAND


Vortrag von Prof. Dr. Klaus Dörre, Soziologisches Insititut der Universität Jena

Arbeit ist in allen bisherigen Gesellschaften notwendig gewesen, um die menschliche Existenz zu sichern. Sie ist die Grundlage jeder Wertschöpfung. Formen, Bedingungen und Gestaltung von Arbeit sind dagegen nicht feststehend,
sondern einem Wandlungsprozess unterworfen. Schon ein flüchtiger Rückblick auf die letzten Jahrzehnte zeigt, dass die Arbeitsgesellschaft in Deutschland und anderen kapitalistischen Gesellschaften charakteristische Veränderungen
durchläuft. Prof. Dr. Dörre stellt die wichtigsten aktuellen Entwicklungstendenzen vor.

So., 14.10.2012, 15.30 Uhr, Eintritt 4 €
Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg

 



Sonntag 21.10., 15:30 Uhr, Museum der Arbeit, Hamburg
HARTZ IV UND DIE FOLGEN FÜR FRAUEN AUF DEM AURBEITSMARKT

Vortrag von Holger Delfs, Leiter des Sozialzentrum Husum

Es gibt nur wenige Angestellte eines Jobcenters, die öffentlich Kritik am aktuellen Hartz IV-System äußern. Als Leiter des Sozialzentrums der so genannten Optionskommune Husum beschäftigt sich Holger Delfs täglich mit den Auswirkungen der Gesetzgebung zu Hartz IV, mit Sozialhilfe und Minijobs und der damit einhergehenden Altersarmut vor allem bei Frauen. Seine Erfahrungen lehren, dass Kritik an den aktuellen staatlichen Regelungen mehr als angebracht ist. Und er präsentiert seine ganz eigenen Lösungsvorschläge.

So., 21.10.2012, 15.30 Uhr, Eintritt 4 €
Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg



Sonntag 04.11., 15:30 Uhr, Museum der Arbeit, Hamburg
EIN UNMORALISCHES ANGEBOT?
PREKÄRE BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSE VON FRAUEN


Vortrag von Michaela Rosenberger, stellv. Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

Wir sprechen von prekärer Arbeit im Niedriglohnsektor, bei Befristungen, ungewollter Teilzeit, Leiharbeit und natürlich auch der sozialversicherungsfreien Beschäftigung – eigentlich immer dann, wenn eine materielle Existenzsicherung nicht gewährleistet ist. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind in unserer Arbeitswelt also fast überall anzutreffen und wir gehen davon aus, dass mindestens 7 Millionen Arbeitnehmende davon betroffen sind. Und davon ist der weit überwiegende Teil weiblich. Mit Beispielen aus dem Organisationsbereich der NGG, insbesondere dem Hotel und Gaststättengewerbe und dem Bäckerhandwerk, wird die Situation plastisch dargestellt.

So., 04.11.2012, 15.30 Uhr, Eintritt 4 €
Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg



Sonntag 11.11., 15:30 Uhr, Museum der Arbeit, Hamburg
BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN - CHANCEN UND RISIKEN FÜR FRAUEN

Vortrag von Prof. Dr. Roswitha Pioch, Institut für interdisziplinäre Genderforschung und Diversity, FH Kiel

Ein Einkommen für jedes Gesellschaftsmitglied, unabhängig von geleisteter Erwerbsarbeit – ist das möglich? Und wenn ja, ist das eigentlich gerecht? In dieser Veranstaltung wird die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens erläutert.
Wir diskutieren über Arbeitsmarkteffekte, Finanzierungsmöglichkeiten, Auswirkungen auf die Erwerbsbeteiligung von Frauen, kurzum darüber, ob ein Grundeinkommen zukünftig zu gesellschaftlicher Gerechtigkeit – auch und besonders zwischen den Geschlechtern – beitragen kann.

So., 11.11.2012, 15.30 Uhr, Eintritt 4 €
Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg



Sonntag 25.11., 15:30 Uhr, Museum der Arbeit, Hamburg
PODIUMSDISKUSSION:
Darf’s ein bisschen mehr sein? Frauen auf dem gewandelten Arbeitsmarkt


Podiumsdiskussion zum Abschluss der Vortragsreihe mit

Jana Schiedek, Senatorin für Gleichstellung der FHH
Gudrun Stefaniak, Geschäftsführerin Passage/gemeinnützige
Gesellschaft für Arbeit und Integration
Natalie Grimm, Hamburger Institut für Sozialforschung
Agnes Schreieder, stv. Landesvorsitzende ver.di Hamburg
Moderation: Sabine Rheinhold, Wirtschaftsjournalistin

So., 25.11.2012, 15.30 Uhr, Eintritt 4 €
Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg




Über das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen
Das Hamburger Netzwerk Grundeinkommen wurde im Februar 2007 als regionale Vertretung
des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen mit dem Ziel gegründet, die bundes- und
europaweite Grundeinkommensbewegung vor Ort zu verankern und den
Grundeinkommensgedanken in die Hamburger Öffentlichkeit zu tragen. Nicht zuletzt soll die
Idee selbst weitergedacht werden, denn eine so weitreichende Forderung ist mit vielen offenen
Fragen verknüpft. Das Netzwerk Grundeinkommen ist ein Zusammenschluss von Personen und
Gruppen mit unterschiedlichem politischen Hintergrund - dies garantiert, dass die Diskussionen
immer anregend und kontrovers sind.

Mehr zum Grundeinkommen und zum Hamburger Netzwerk erfahren Sie unter:
www.grundeinkommen-hamburg.de

 


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