PERSPEKTIVEN 16.02.11

Menschenwürde von Afrika lernen
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OTJIVERO – DORF DER ZUKUNFT
"Das bedingungslose Grundeinkommen (BIG) ist ein kleines Projekt mit einem großen Ziel. Das Ziel ist es, das Leben in Otjivero-Omitara zu verbessern, dann in Namibia, dann in Afrika und schließlich in der gesamten Welt.”
Ein utopischer Traum? Gewiss: Wir können weder sicher sein, ob, noch wann wir vielleicht die Verwirklichung dieses Traums erleben. Aber muss das Wort „utopisch“ deshalb jenen deprimierten und resignierten Beigeschmack haben, dem wir ihm gewöhnlich beimessen. Viele heute für uns selbstverständliche Dinge wären vor 50 oder 100 Jahren von unseren Vorfahren noch ebenso selbstverständlich ins Reich der Utopie verbannt worden.
Von der griechischen Etymologie her bedeutet das Wort „Utopia“ so viel wie „kein Ort“ oder substantiviert: der „Nicht-Ort“. In dieser Bedeutung wurde es von Thomas Morus bewusst als Titel für seinen im Jahre 1516 veröffentlichten Roman „UTOPIA“ ausgewählt.
Darin beschreibt er das nach bestimmten Prinzipien organisierte gemeinschaftliche Leben der „Utopier“, also der Bürger von Utopia, jenem exemplarischen NICHT-ORT auf einer fernen, der realen Welt entrückten Insel.
In der Zeit der großen Entdeckungsreisen machte es Sinn, sich eine ferne Trauminsel als utopischen NICHT-ORT vorzustellen.
Doch wie geht es uns nach den Eindrücken, welche die Bilder von diesem „Dorf der Zukunft“ bei uns hinterlassen? Erscheint es uns nicht auch als ein „NICHT-ORT“, als ein von der uns vertrauten „realen Welt“ weit entrückter Ort, irgendwo im fernen Afrika?!
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