GESCHEHEN 09.11.10

Susanne allein im Haus?
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Nein, weiß Gott nicht: Neugierige und Journalisten folgten Susanne Wiest in eines der Gebäude des Bundestages. Im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus lauschte man am 8.11. ab ca. 13.00 andächtig ihrer eingebrachten Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen (die gesamte Sitzung dauerte gut eine Stunde).
Ich tat es via Livestream im Internet und war mal wieder "entzückt" von ihr. Sobald und solange sie sprach, lag ein Zauber im Raum, den man in den Augen jeglicher Anwesender gespiegelt sah. Visionär und bodenständig zugleich vertrat sie ihr und unser Anliegen. Dank ihrer sehr eigenen, klaren und unverbrauchten, nahezu poetischen Sprache glich sie in den nüchternen Gefilden des Bundestages fast einer guten Fee, die die frohe Kunde vom bedingungslosen Grundeinkommen zu den Menschen bringt.
Dennoch erzählt sie keine Märchen, sondern spricht von einer machbaren Zukunft. Susanne Wiest, die Tagesmutter, schlägt sich tapfer im routinierten Parlamentsumfeld: Kritischen Nachfragen der Ausschußmitglieder entgegnet sie ruhig und wach und beantwortet sie an passender Stelle auch mal nur mit schlicht überzeugendem "Ja" oder "Nein", genauso, wie sie Allwissenheit von sich weist. Verhaltensweisen, die ich in der Politik vermisse. Alles in allem: sympathisch, authentisch, lebendig: Die Botschafterin des bedingungslosen Grundeinkommens schlechthin.
Die gesamte Sitzung kann man sich übrigens hier nocheinmal anschauen:
www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/31904334_kw45_pa_petitionen/
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